Margin

Margin beudeutet wortwörtlich Sicherheitsleistung und beschreibt im Börsenhandel den Anteil des nötigen Kapitals, der auf dem Aktiendepot hinterlegt sein muss, um eine bestimmte Anzahl von Finanzprodukten wie Aktien zu kaufen. Bei den meisten Brokern liegt der Margin bei 100%, das heisst man muss den gesamten Kaufpreis als Geld auf dem Aktienkonto liegen haben. Wenn ein Broker aber Margin anbietet, dann braucht man zum Beispiel nur 50% des Geldes, der Rest wird automatisch vom Broker ausgeliehen, damit kann man dann doppelt so viele Aktien kaufen und macht entsprechend doppelt so viel Gewinn oder Verlust. Dies nennt man auch Hebel, im Falle von 50% Margin wäre das ein 2:1 Hebel.


Maintenance Margin

Entsprechend gibt es auch einen Maintenance Margin, der den Wert des Depots beschreibt unter dem der Broker nicht mehr gewillt ist, Geld zu leihen. Dieser kann unterschritten werden, wenn hohe Verluste anfallen. Durch Verluste reduziert sich der Wert des Depotvermögens aber nicht der Wert des Geldes, das man ausgeliehen hat. Die meisten Broker machen dann einen automatischen Margin call, bei dem so lange Positionen liquidiert werden, bis der Maintenance Margin wieder überschritten ist.


Der Sinn des Margin: Leverage

Man fragt sich vielleicht jetzt, wozu man auf Margin handeln solle. Die Antwort lautet Leverage. Leverage bezeichnet die Hebelwirkung, die dadurch erzielt wird, dass man mit mehr Kapital entsprechend mehr Gewinn oder Verlust erzielen kann. Ein Hebel von 1:10 bezeichnet zum Beispiel einen Handel mit 10 mal mehr Kapital als man eigentlich im Depot hat. Der Rest wird einem durch den Margin ermöglicht. Der Rest wird also vom Broker ausgeliehen. Macht man jetzt mit der Handelsposition 10% Gewinn so hat man sein Kapital verdoppelt, macht man allerdings 10% Verlust, wird wohl bald der Margin Call kommen, und man hat gar nichts mehr.