Was ist ein Poison Put?

Ein Poison Put ist eine Sonderklausel, die es Besitzern von Anleihen ermöglicht, den Rückkauf der Anleihe vor Ende des Ablaufs zu forcieren, sollten bestimmte vorher festgelegte Ereignisse eintreffen. Das kann zum Beispiel eine Firmenübernahme (hostile takeover) sein, eine Restrukturierung oder auch Dividendenauszahlungen, die über eine vereinbarte Grenze hinausgehen.


Anleihen / Bonds

Eine Anleihe (engl.: Bond) ist eine festverzinsliche Schuldverschreibung, die normalerweise länger als ein Jahr läuft. Unternehmen bieten solche Anleihen oft auch Privatanlegern an, zum Beispiel sieht man solche Angebote im Moment recht oft im Windenergiesektor. Bei einer Insolvenz werden Anleihenbesitzer gegenüber Aktionären bevorzugt behandelt und haben oft nicht den Totalverlust zu beklagen.


Staatsanleihen als sichere Anlageform

Anleihen werden auch von Staaten herausgegeben um Kapital zu für den Staatshaushalt zu sichern. Diese Schuldverschreibungen nennt man Staatsanleihen. In Deutschland nennt man diese Bonds auch Bundesanleihen, nach dem Namen der Bundesrepublik. Diese Anlageform stellt wohl so ziemlich die höchste Sicherheit gleich nach dem Sparbuch dar, denn um mit diesen Anleihen einen Totalverlust zu erleiden, müsste schon das Land Pleite gehen. Sie sind allerdings auch nicht sehr lukrativ, so liegt die Verzinsung oft sogar unter dem Inflationswert. Es gab sogar schon Fälle von null Prozent Zinsen, wenn die Anleger einfach froh waren, ihr Geld sicher irgendwo parken zu können.
Wegen der Inflationsgefahr, gibt es mittlerweile Anleihen, deren Verzinsung davon abhängt, wie hoch die Inflationsrate ist. Diese Bonds nennt man inflationsindexierte Anleihen oder auch Inflationsanleihe.